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Die 10 Jährige Besetzung durch Dorfwächter |
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Die
Bewohner von Sare sind syrisch-orthodoxe Christen, die in Folge der türkisch-kurdischen
Kriegshandlungen und des aufkeimenden Islamismus
und Fanatismus ihr Dorf verlassen mussten; die letzten Familien hatten ihr Dorf
1994 unter Druck verlassen. Seither hielten die so genannten Dorfschützer – eine paramilitärische Gruppe von Kurden im Dienste des Militärs im Kampf gegen die PKK – in Einvernehmen mit dem Militär, Sare besetzt. Das Dorf liegt strategisch an einer wichtigen Durchgangsstraße, weshalb es vom Militär als "kleiner Wachposten" gegen die PKK benutzt wurde. Nach und nach zogen die Familien der Dorfschützer ein; in dieser Zeit bewohnten etwa 30 kurdischen Familien die verlassenen Häuser der Christen das Dorf Sare. Mit der Befriedung des Südostens stieg auch das Interesse der früheren Bewohner von Sare,zurückzukehren; doch die Dorfschützer verweigerten ihnen der Zugang und widersetzen sich vehement einer Räumung des Dorfes. Verweise auf das erwähnte Dekret von Ecevit verhallten wirkungslos. Im Mai 2004 hatte der Gouverneur (Vali) von Sirnak, Osman Günes, eine Verordnung erlassen, wonach die Dorfschützer Sare verlassen müssen. Trotz Verstreichens von zwei Ultimaten (letzteres am 14. Juli) weigerte sich das Militär nach wie vor, den Erlass des Gouverneurs umzusetzen. Die Dorfschützer wurden offensichtlich vom Militär zum Verharren ermutigt und scheuten sich nicht, die Bewohner des christlichen Nachbardorfes Bsorino (türkisch Haberli) einzuschüchtern. Osman Günes wurde sogar in Ankara vorstellig, um die Rückgabe von Sare an ihre rechtsmäßigen Bewohner voranzutreiben. Internationale Presse über Dorf Sare Im September des Jahres 2004, kurz nachdem Besuch des EU-Erweiterungskommissar Günther Verheugen im Südosten der Türkei, hatten Dutzende von Soldaten in einer Nacht-und-Nebel-Aktion die kurdischen Dorfschützer, die Sare seit über einem Jahrzehnt besetzt hielten, mit Gewalt vertrieben. Der Fall überraschte die Bevölkerung Südostanatoliens, weil die Dorfschützer jene staatstreuen Kurden waren, die seit den achtziger Jahren von der türkischen Armee mit Waffen ausgerüstet wurden, um gegen die Rebellen der Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) zu kämpfen. Die Dorfschützer waren gewohnt, in dieser Region Straffreiheit zu genießen. In diesem Zusammenhang betrachten wir es als unsere Pflicht, uns im Namen aller Bewohner des Dorfes Sare für das europäische Engagement sehr herzlich bedanken. Auch gilt der Dank allen europäischen Menschenrechts-Organisationen, die seit den Anfängen mit unserer Sache betraut waren und uns in den schwierigen Verhandlungen mit der türkischen Regierung stets zur Seite gestanden haben. Mein Dank gilt auch der türkischen Regierung sowie dem Gouverneur von Sirnak, die die Räumung dieses Dorfes erst ermöglichte.
Zur selben Zeit hatte die Dorfgemeinschaft unter schwierigsten Bedingungen angefangen, die einzelnen Häuser der Rückkehrwilligen aus Sare wohnbar zu gestalten. Auch die agrarwirtschaftlichen Felder und Böden, welche eine Basis für ein existentielles Bewohnen des Dorfes darstellen, wurden bestellt. Obwohl in der aktuellen Situation das hygienische und das wohnliche Umfeld nicht gewährleistet ist, haben sich die Dorfbewohner trotzdem bereit erklärt, unter diesen schwierigen Bedingungen im Dorf zu bleiben.
Abb. Feierliche Übergabe des Dorfes durch den Gouverneur von Sirnak an Suleyman (Dibo) Turan
Abb. Feierliche Übergabe des Dorfes durch den Gouverneur von Sirnak
Siehe ICO-Bericht vom 30. Mai 2008 über Dorf Sare:
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Schwedter
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Tel: +49 (0) 30 / 44 05 23-03
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