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Förder- und Entwicklungsverein Sari e.V.

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Rückkehrkonzept & Sanierungsmaßnahmen

DIE SITUATION IN SARE

 Die Dorfgemeinschaft hat unter schwierigsten Bedingungen angefangen, die einzelnen Häuser der Rückkehrwilligen wohnbar zu gestalten. Auch die agrarwirtschaftlichen Felder und Böden, welche eine Basis für ein existentielles Bewohnen des Dorfes darstellen, wurden bestellt. Obwohl in der aktuellen Situation das hygienische und das wohnliche Umfeld nicht gewährleistet ist, haben sich die Dorfbewohner trotzdem bereit erklärt, unter diesen schwierigen Bedingungen im Dorf zu bleiben.

Für die ehemaligen Bewohner war die Räumung des Dorfes eine große finanzielle Belastung, da die  kompletten Räumungskosten, Anwaltskosten u.ä., welche sich auf 200.000,-- € beziffern, gezahlt werden mussten. Zusätzlich kamen die während der Räumung des Dorfes durch die Besetzer absichtlichen Beschädigungen von Häuser, der Strom-, Wasser und Abwasser- versorgung noch erschwerend hinzu. Dass im August des Jahres 2005 die kompletten Weinfelder des Dorfes dur ch einen mysteriösen Brand vollständig zerstört worden sind, sei in diesem Zusammenhang noch erwähnenswert.

DIE AGRARWIRTSCHAFTLICHEN FELDER

Die agrarwirtschaftlichen Felder und Böden, stellen die Basis für ein existentielles Bewohnen des Dorfes dar. In der Vergangenheit sind durch Brandstiftung der größte Teil der Weinfelder zerstört worden. Auch die Obstbäume und andere landestypische Pflanzen sind den Bränden zu Opfer gefallen.

Überall wo Obstplantagen, Wein- und Kornfelder existiert haben, prägen jetzt öde Landschaften das Bild um das Dorf. Die Dorfgemeinschaft will unter allen Umständen die agrarwirtschaftlichen Missstände so schnell wie nur möglich beheben.

In Sare sind überwiegend folgende Pflanzen- und Obstarten vorhanden:

  • - z.B. Apfel, Orangen, Kirschen, Granatapfel, Feige, Birne, Pflaume, Aprikose, Pistazie

  • - diverse Nussbäume (z.B.: Walnuss, Mandel)

  • - Weinstöcke (große Weinfelder)

  • - Saatgut (Weizen, Korn, Hafer, Linsen etc.)

 

Bewirtschaftung

Die Finanzkraft der rückkehrenden Familien ist bescheiden. Um ihnen deshalb existenzsichernde Erwerbsmöglichkeiten zu garantieren und sie finanziell unabhängig zu machen, werden im Konzept verschiedene Wirtschaftsprojekte vorgeschlagen.

Mittel für die Realisierung

Um die Forderungen und Anliegen der Rückkehrwilligen zu verwirklichen, braucht es nicht nur die politische und moralische, sondern auch die finanzielle Unterstützung von Drittpersonen. Für den Aufbau und für die gesamte Organisation ist das Fachwissen von Fachleuten von essentieller Bedeutung. Aus diesem Grund wird sich der Verein an entsprechende staatliche, kirchliche und nichtstaatliche Organisationen wenden und um Hilfe für die Realisation dieses Projektes bitten. Gruppen, Initiativen, Organisationen und Gremien aus der europäischen Friedensbewegung werden ebenso für ein Engagement gebeten. 

Der Verein begrüsst jede Form von Unterstützung, Solidarität und Zusammenarbeit, die das Wiederbeleben des Tur Abdin, insbesondere des Dorfes Sare (Gawayto), durch seine rechtmässigen Bewohner wieder ermöglichen. Sämtliche Vereine der syrisch-orthodoxen Gemeinden und  die syrisch-orthodoxe Kirche werden für dieses gemeinnützige Pilotprojekt zur tatkräftigen Unterstützung in allen Bereichen aufgefordert.

Förder- und Entwicklungsprogramm für das Dorf Sare

 

... mit folgenden Inhalt:

Die ersten Baumaßnahmen von diesem wohl größten Projekt der Dorfgeschichte, wurden im Frühjahr 2006 aufgenommen. Die niederländische Botschaft hatte sich zu diesem Zeitpunkt entschlossen, die Kosten für die Sanierung und Restaurierung der alten Dorfkirche zu übernehmen. 

 

Die Bauarbeiten für die Wasserversorgung und Kanalisation, wurden am 02.06.2008 aufgenommen. Im Folgenden ist eine Auswahl von Bildern, die dieses Projekt dokumentieren. Ein besonderer Dank gilt allen Unterstützern, die erst dieses Projekt ermöglichten.

 

Folgende Organisationen und Institutionen sind an diesem Projekt beteiligt:

  • Evangelische Landeskirche in Württemberg

  • Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern

  • Deutsche Botschaft in Ankara

  • Niederländische Botschaft in Ankara (komplette Sanierung der historischen Dorfkirche)

  • Bistum Mainz

  • Bistum Augsburg

  • Bistum Würzburg

  • Gesellschaft für bedrohte Völker (Organisation der Spendenansammlung)

  • Prof. Hans Hollerweger (ICO - Initiative Christlicher Orient - Freunde des Tur Abdin)

Siehe Projekt Dorf Sare (Pdf)

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